Das Jubiläumslager 2018

Das Jubiläumslager ist jetzt schon einige Zeit her und ich muss sagen, ich habe mich etwas schwer damit getan, etwas darüber zu schreiben. Denn zum einen konnte ich einen Tag aufgrund meiner Arbeit nicht dort sein, habe also nicht alles vom Lager mitbekommen, zum anderen war es ein eher ungewöhnlich gemütliches Lager.

Was ich leider nicht mitbekommen habe war der Freitag, jedoch habe ich gehört, dass der Orientierungslauf mit Rätseleinlagen, den die Pfadfinder bestritten haben wohl super gewesen sein soll. Was ich mitbekommen habe, war vor allem ein gemächliches Lager bei dem ein wenig Einblick in die Vergangenheit gegeben wurde. Zu den Ursprüngen der Pfadfinderei um Baden-Powell ebenso wie zu denen unseres Stammes. So wurde das ganze Lager über, unser Stammeswappen aus verschiedenen Puzzlestücken zusammengesetzt, die für Dinge standen, die unseren Stamm ausmachen. Die Gemeinde hatte ebenso Einflüsse auf uns wie die Grundlagen der Pfadfinderei oder typisch deutsche Pfadfindereigenheiten, wie unsere schwarzen Zelte. Außerdem ist natürlich auch jedes Mitglied unseres Stammes ein eigenes Puzzlestück im großen Ganzen.

 

Und eben diese Entwicklung darf ich bereits seit dem Alter von acht Jahren begleiten. Die Älteren im Stamm erzählen ab und zu noch die Geschichte von mir bei meinem ersten Sommerlager als Wölfling, bei dem ich ständig nur Heimweh hatte, allen in den Ohren lag und überhaupt völlig anstrengend und nervtötend war. Ich verweigerte sogar mich duschen zu gehen, weil ich ja bald von meiner Mama abgeholt werden würde. Schließlich fuhr ich tatsächlich einige Tage früher mit Olli nach Hause. Damals hatte jeder von ihnen geglaubt, dass ich wohl nie wieder bei einer Gruppenstunde auftauchen würde. Und jetzt haben sie mich seit knapp 15 Jahren an der Backe :D

Meine Mutter hatte sicherlich auch einen Anteil daran, jedoch hat mich die Pfadfinderei danach irgendwie nicht mehr losgelassen, auch wenn mir Haijks und co. nicht immer leicht gefallen sind. Und es überrascht mich immernoch, wenn ich darüber nachdenke, dass ich bereits drei Viertel der Zeit mitbekommen habe, die dieser Stamm existiert. Wobei ich mich durchaus an größere Teile meiner Wölflingszeit nicht mehr sonderlich gut erinnern kann, weil ich einfach so verklatscht war.

Deshalb fand ich den Samstag aber auch sehr schön, an dem Olaf, die meisten wissen: unser Stammesgründer, und Klaus Besser, der Bürgermeister von Steinhagen, jeweils eine Rede gehalten haben. Außerdem gab es Kaffee und Kuchen für alle Anwesenden. Denn eingeladen waren die Eltern unserer Mitglieder, frühere Mitglieder, von denen ich auch noch einige kannte, und überhaupt sonst jeder der Interesse hatte. So haben wir an diesem Tag jemanden kennengelernt, der jetzt Teil unserer Roverrunde ist. Und dann haben wir einfach alle Ringtennis gespielt. Ein recht einfaches und ruppiges Spiel, das aber unglaublich Spaß macht.

Insofern fand ich es ein wirklich gelungenes Lager bei dem einige unserer jüngeren Mitglieder vielleicht etwas über unsere Ursprünge gelernt haben, Ältere in Erinnerungen schwelgen konnten, und Jedermann ein kleiner Einblick in ein Pfadfinderlager ermöglicht wurde.

Gut Pfad

David