Erschöpft steige ich aus dem Kanu. Im Fackellicht erkenne ich auch bei Michel ein paar Schweißtropfen auf der Stirn und seine Arme zeigen ein leichtes Zittern. Noch während der Adrenalinschub ausklingt und die Jubelrufe langsam verstummen, werfe ich einen Blick auf die Stoppuhr und beginne zu realisieren: „Wir haben versagt“!

 – 2 Wochen zuvor –

„Wo zum Teufel sollen wir ein Frettchen herbekommen?“ fragt Anna als wir gemeinsam die Gepäckliste durchgehen und die unterschiedlichsten Gepäckstücke (wie Schlittschuhe, Paddel, und Fahrradhelm) auf die Gruppenmitglieder verteilen. Uns war allen klar, dass die Roverrunde „feuerfrei“ als Veranstalter eine Verwirrungsstrategie verfolgte, doch es war uns ebenfalls bewusst, dass eben diese Runde, nur voller verrückter Ideen steckte und wenn sie wollte, auch ein Elefantenrennen durchführen würden. Nichts desto trotz entschieden wir uns nach einer kurzen Debatte, welches Kuscheltierfrettchen das süßeste sei, dagegen eines zu besorgen. Wir verteilten noch ein paar Aufgaben, sprachen einen gemeinsamen Schlachtruf ab und beendeten damit unsere Vorbereitungen.

Ein Erfahrungsbericht von ToiToi

Die letzten Tage sind rückblickend gesehen wie ein Traum. Anfangs war ich mir noch gar nicht so sicher, was mich alles erwarten wird und einen gefühlten Wimpernschlag später klingelt mein Wecker und ich muss wieder zur Uni los. Zusammengefasst: Das war der Hammer!
Mittwochabend treffen wir auf dem Lagerplatz “New Hameln Creek” ein und keine zwei Schritte später quatscht mich eine mir völlig fremde Pfadfinderin eines mir völlig fremden Bundes an und beredet mit mir die Parksituation. Pfadfinderfeeling: Check. Nach der Anmeldung auf dem Platz teilen sich 14 Rotmilane auf in ihre Unterlager. Auf dem Lagerplatz befinden sich um eine große Wiese herum sechs Unterlager für die angereisten Goldschürfer*innen und ein riesiger Saloon, der in den künftigen Tagen den gängigen Abendtreff darstellt. Das siebte Unterlager “Ghost City” ist den teilnehmenden Helfern vorbehalten. Davon haben wir fünf mitgebracht und nachdem wir unter Umständen ein bisschen was an Jurtenmaterial daheim liegen gelassen haben, bauen wir dennoch erstmal unsere Kothe auf.

Es ist schon ein wenig her, doch jetzt ist nach langer technischer Prüfung durch die örtlichen Eich- und Prüfämter klar, dass Steinhagen in Westfalen einen Weltrekordhalter hervorgebracht hat. Während der diesjährigen Müllsammelaktion fand die Gruppe der Mülltütensammler im hauseigenen Garten etwas, das große Konsequenzen haben sollte. Ursprünglich hat Sportartenerfinder Oliver "Olli" Hövelmann nur eine Möglichkeit gesucht, Wasser aus einem alten Autoreifen zu bekommen. Der jetzige Verbandsvorsitzende des Steinhagener Autoreifenweitwurf Verbandes (SAV) erinnert sich: "Ich weiß noch wie ich ohne technische Hilfsmittel die ersten Würfe über 1,5; später knapp 3 Parklücken machte." Aus einer Idee wurde eine Bewegung. Schnell darauf wurden die wegweisende Neuerungen geschaffen.

Wir, die Biberkolonie kleine Schneeeule, hatten wieder die Gespensterjägerinnen Sarah und Caro am 24.01.2019 zu Besuch. Im vergangenen Jahr waren die beiden schon einmal auf unserem Biberlager, um uns Biber ebenfalls zu Gespensterjäger*innen auszubilden. Auf dem letzten Biberlager bekam zuerst jeder Biber ein bisschen magische Farbe ins Gesicht gemalt. Dank dieser Farbe konnten wir das Gespenst sehen. Danach wurden Zeichen vereinbart. Nach der Vereinbarung und der magischen Farbe gingen wir mit den Beiden in den Indianerwald. In dem Wald war der Gespensterschatz versteckt. „Ohne diesen Schatz kann das Gespenster nicht überleben“, erklärten Sarah und Caro. Im Wald haben wir Spuren (Gespensterschleim) gesucht. Die Biber folgten sehr ängstlich den Spuren. Plötzlich entdeckten alle das Gespenst und waren noch ängstlicher. Vorher glaubten die Biber nicht wirklich, dass es Gespenster gibt. Doch nach der Entdeckung waren sich alle sicher: Gespenster gibt es doch. :) Der Ehrgeiz, den Schatz zu finden, war größer als die Angst. Jedes Kind nahm einen Erwachsenen an die Hand, da das Gespenst öfter noch entdeckt wurde. Dann ging die Spurensuche weiter. Nach etwa 10 Minuten weiterer Suche wurde der Schatz gefunden. Mit dem Schatz verließen wir schnell den Wald. Beim Verlassen entdeckten wir nochmal das Gespenst. Daraufhin liefen wir schneller aus dem Wald. Am Pfadfinderhaus angekommen öffneten wir den Schatz. Es war ein Süßigkeitenschatz. Dieser wurde direkt geplündert. :) Außerdem verliehen Sarah und Caro jedem Biber das Gespensterjägerabzeichen.

Das Anfangslager 2019Anfangslager Bürgermeister

Vorweg: Ja, trotz Schneewestern-Ambiente haben alle das Wochenende unbeschadet überstanden. Wobei es durchaus ein paar Verluste an die angenehme Wärme des heimischen Bettes gab. Wer konnte nach dem schönen Wetter im Vorfeld des Lagers auch mit Schneefällen und Temperaturen um den Gefrierpunkt rechnen. Gerade bei den zwanzig Grad mit Sonnenschein am Montag danach, hat man sich ein wenig veräppelt gefühlt. Doch so hatten wir zumindest den Schnee den wir auf dem Winterlager nicht hatten.

Inhalt des Lagers war der Wettbewerb zwischen drei Wildwestgruppen, den Cowboys, den Banditen und den Goldgräbern. Zuerst wurden natürlich Sheriff-Sterne, Banditen-Masken und kleine Goldsäckchen als Erkennungszeichen gebastelt um dann in Wettkämpfen gegeneinander anzutreten. Disziplinen wie Hufeisenwerfen oder Goldgraben standen auf der Tagesordnung. Auch eine „Sumpfüberquerung“ mit der gesamten Gruppe musste nur mit ein paar Brettern bewältigt werden. Der Wettbewerb mündete schließlich in einem Schmuggel-Geländespiel, bei dem die Kleinsten, durch eine Spielregel, die Stärksten waren. Danach gab es, passend zum Wilden Westen, natürlich Bohnen zum Abendessen.