Die Biber- und Meutenralley war, wie jedes Jahr, ein Ereignis voller Spaß und Abenteuer. Unsere Meute Fledermaus, unsere Kolonie kleine Schneeeulen, wie auch viele Helfer/innen waren dieses Jahr dabei. Am späten Freitagnachmittag des 4. Mai machten sich alle in Autos und einem eigens für diese Aktion gemieteten Bully auf den Weg nach Bayern.

Das Ankommen und Zelte Aufbauen haben alle im Dunkeln vollbracht. Was sich vor allem beim Zeltaufbau als Herausforderung, aber noch lange nicht als Hindernis herausstellte. Nach einem ungewohnt stillen Abendbrot, da viele der anderen Biber und Wölfe schon schliefen, ging es auch schon in den Schlafsack, da es morgens früh und aufregend weitergehen sollte.

Die Osterkurse 2018

IMG 4104Es ist inzwischen schon einige Zeit vergangen, seit ich auf den Osterkursen war, jedoch sind die Nachwirkungen davon immer noch in meinem Alltag präsent. Selten habe ich so viel von einer Aktion bei den Pfadfindern mitgenommen. Selten hatte ich so viele Erkenntnisse, vor allem über mich selbst, in so kurzer Zeit. Insofern bin ich vielleicht ein wenig zu meinem eigenen Mittelpunkt vorgedrungen.

Aber zuerst sollte ich vielleicht erzählen, warum ich überhaupt auf den Kursen war und was es damit auf sich hat. Und zwar sind die Osterkurse der zentrale Termin in unserem Bund für die Grundausbildung zum Jugendleiter. Die Ebenen, auf denen sich die Ausbildung bewegt, von Sippenführer und Balu bis Trainer und Projektplaner, werden von verschiedenfarbigen Knotenschildern repräsentiert. Bisher war ich bei der Überlegung, wer denn vom Stamm auf die Kurse geschickt werden sollte, immer etwas außen vor gewesen. Früher hatte ich einfach keine der Qualitäten, die man als Gruppenführer braucht und später war ich dann irgendwie zu alt und meistens auch nicht sonderlich begeistert, wenn es darum ging Verantwortung zu übernehmen.

Doch nun war ich auf dem Weg zu den Kursen um das grüne Knotenschild, die dritte Knotenschildstufe, zu machen, ohne auch nur auf irgendeinem Kurs vorher gewesen zu sein. Eine Sache, die im Regelfall nicht unbedingt vorgesehen ist. Denn seit einiger Zeit war ich schließlich, zusammen mit Isis und Theresa, der Bundesbeauftragte für Rover. Ich hatte einfach das Gefühl, nicht hundertprozentig qualifiziert für dieses Amt zu sein ohne irgendeine Art von Ausbildung.

Bei der Müllsammelaktion, die nun zum fünfzehnten Mal in Folge stattfand, blieben alte Rituale erhalten. Wir trafen uns wie die Jahre zuvor am frühen Morgen um viertel nach Acht. Groß und Klein fanden sich ein um den Tagesablauf zu besprechen und die Ausrüstung wie Müllbeutel, Zangen und Warnwesten zusammen zu kramen. Als alle Leute bereit waren teilten wir uns in die Stufen auf und wanderten zu Fuß zu unseren Sammelgebieten. Wir Pfadfinder begaben uns zum Quellental um dort, und an der Straße zum Peter auf dem Berge, letztlich insgesamt 22 Säcke Müll einzusammeln.

Das Stammeswinterlager 2018

 

K1600 IMG 20180128 223732 min min

Oder etwa doch nicht? Selbst so weit im Süden in Friedrichroda hatten wir leider kein Glück mit dem Schnee, doch das sollte dem Lager keinen Abbruch tun. Auch ohne Schlittenfahren hatten wir unseren Spaß und ein wenig Schnee bekamen wir auch zu Gesicht. Doch eines nach dem anderen.

Freitagabend begann das Lager erst einmal mit einem kleinen Quiz. Fragen aus mehreren Kategorien mit unterschiedlichen Schwierigkeiten und Punktwerten galt es zu beantworten. Überkategorien waren zum Beispiel Wissen über den Stamm, Interaktives und unsere beiden Simons. Der absolute Höhepunkt war dann ein Sitzfußballspiel. Ja, das ist einfach Fußball nur im Sitzen, von einer Qualität und Spannung, dass es einem Championsleaguespiel in nichts nach stand.

Am nächsten Morgen ging ich dann mit der alten Stammesführung  auf Erkundungstour nach einer passablen Rodelstrecke, während im Haus Stufenprogramm und Probenarbeit stattfand. Leider war diese Suche nicht sonderlich erfolgreich, denn auf den meisten Strecken war nicht genug Schnee, um Schlitten zu fahren. Auch die völlig vereiste und ziemlich steile Skipiste, die wir ausgeguckt hatten, war nicht unbedingt dazu geeignet, um die Biber und Wölflinge darauf los zu lassen. Denn bei einer kleinen Testfahrt erreichten wir schon Geschwindigkeiten, die nah an die Schallmauer reichten. Auch die aufgrund der Vereisung nicht vorhandene Möglichkeit zu bremsen sorgte eher für eine Verschlechterung der Lage.